Keine Stadtentwicklung ohne echte Umgehungsstraße

Leserbrief von Kurt Pötschke im
Reichenhaller Tagblatt, vom 09. März 2013

Eine in jeder Beziehung erfolgreiche Stadtentwicklung Bad Reichenhalls, soweit es ihrer bedarf, kann mit dem gegenwärtigen Verkehr (der die Stadt nicht zum Ziel hat oder sich nicht nur innerhalb ihrer Grenzen bewegt) nicht stattfinden. Frau Zehringer („Die Tür ist sperrangelweit auf“) mahnt zu Recht die Gefahr des Verlustes von Fördermitteln bei Ablehnung aller Vorschläge an.

Fragwürdig ist aber, warum der Stadtrat augenscheinlich nur Antrag, Stellungsname und –Ablehnung kennt. Kann es nicht auch eine Verhandlung zwischen allen Mandatsträgern über einen Arbeitskreis geben, wie es ihn lt. Frau Zehringer schon im Landkreis gibt? Positiv wäre ein von allen Parteien, denen ja das Wohl der Stadt und ihrer Bürger am Herzen liegt, getragenes Konzept – es zu entwickeln und zu fördern. Freilich erübrigt sich eine von den Grünen geforderte Suche nach neuen Zielgruppen, denn Kurgäste, Wanderer, Urlauber und Ruhesuchende werden bereits werblich angesprochen. Allerdings muss die Arbeit einer in Berchtesgaden ansässigen BGLT für eine aus dem Rahmen der Region herausfallende Kurstadt hinterfragt werden. Diese Institution gehört in die Kreisstadt. Prävention und Rehabilitation allerdings sind Angebote, die zunächst einmal die Verlagerung des Transit- und Zielverkehr nach Österreich fordern. Auch unter diesem Gesichtspunkt ist eine die Stadt nicht mehr belastende Kirchholztunnel-Strecke erforderlich. Denn abgesehen von Verkehrslärm und der Einschränkung einer innerörtlichen Verkehrsentwicklung wird die gesamte Stadt mit einer direkt nicht fühlbaren Luftverschlechterung versehen, welche die für Reichenhall angezeigten Heilungsmaßnahmen nicht unerheblich beeinträchtigen. Darum führt nicht nur für den Verein „Reichenhall pro Kirchholztunnel“ kein Weg an dieser „Röhre“ vorbei (Reichenhaller Tagblatt vom 4. März), sondern für Alle – Gäste und Einwohner dieser Stadt-, die eine gesunde Wohnumgebung besitzen wollen, ein lebenswertes Bad Reichenhall.

Kurt Pötschke, Karlstein“

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