Kirchholztunnel: Grüne sind nicht objektiv

Zur „Grünen Politik“

Leserbrief von Marco Trebuth zum Artikel „Augenmaß statt Tunnelblick“ aus dem RTB vom 27.03.2013

Als Teilnehmer der Informationsveranstaltung der Grünen zum anstehenden Bürgerentscheid Kirchholztunnel, sieht mein Fazit sehr nüchtern aus: Herr Nürbauer warb für seine Veranstaltungen zum Bürgerentscheid mit Objektivität auf Basis von Sachverhalten. Seine erste Veranstaltung konnte dieses Ziel nicht erreichen.

MDB Dr. Toni Hofreiter zeichnet ein düsteres Bild

So informierte der Referent Dr. Hofreiter sehr ausführlich, über die Finanzlage im aktuellen Verkehrswegeplan, um eine Ausweglosigkeit künftiger Bauprojekte über ein Finanzvolumen von 10 Mio € aufzuzeigen. Für Reichenhall empfahl der Referent eine Lösung in Form von Lärmschutz.

Schlecht vorinformiert stellte sich der Referent dar, in dem er eine Lösung auf der Umgehungsstraße mittels Flüsterasphalt aufzeigte – eine Lösung die Aufgrund der hiesigen Witterungsverhältnisse und des Schwerverkehrs auf der Umgehungsstraße und der damit verbundenen Kurzlebigkeit, letztes Jahr richtigerweise nicht umgesetzt wurde.

Lärmschutz löst das Problem nicht

Als weitere Alternative,wurde die Errichtung von Lärmschutzwänden aufgezeigt, wohl wissend, dass eine Realisierung aufgrund der aktuellen Gesetzeslage für Altbestand nicht umsetzbar ist. Zudem stellten einige Gäste der Veranstaltung ihre Erfahrungen mit aus eigenen Mitteln finanzierten Lärmschutzwänden vor. Wenn diese Wände nicht mind. 5 m hoch, so auch die Berechnungen der Fachbehörden, sind, so bringen diese Wände keine spürbare Lärmentlastung.

Die Gesamtsituation wird ignoriert

Die Grünen ließen auch bzgl. des Verkehrsaufkommens ihre angepriesene Objektivität vermissen, kein Wort zum Verkehr in der Münchner Allee, kein Wort zum Verkehr über die BGL 4. Daraus schließe ich, dass sie sich einer verkehrsentlastenden Alternative zum starken und immer stärker werdenden Verkehr in und um Bad Reichenhall durch eine dringend benötigte dritte Verkehrsachse in Form der Lösung Kirchholz- und Stadtbergtunnel verweigern und gar nicht dran denken objektiv zu informieren. 

Nur auf eine Alternative Lärmschutz an der Umgehungsstraße zu setzen, ist definitiv zu kurz gedacht, da Lärmschutz den (Schwer-) Verkehr nicht wegbringt, den Lärmpegel nur begrenzt reduziert, die Feinstaubbelastung im Tal lässt und für die Stadt insgesamt keine Lösung ist.

Die Grünen wollen zwar mit dem Gutachter Dr. Hunger eine ihrer nächsten Veranstaltungen besetzen, nur ist zweifelsfrei die Meinung von Dr. Hunger zum Kirchholz- und Stadtbergtunnel in Bad Reichenhall bekannt.

Keine 5000 Euro für Dr. Hunger

Zudem hätte sich dieser Gutachter einen Auftritt am 04.04.2013 bei der Sonderbürgerversammlung mit 5000,–€ gerne von der Stadt bezahlen lassen, kosten die sich die Stadt definitiv sparen kann. Bleibt abzuwarten was Dr. Hunger bei den Grünen präsentieren wird, wenn auch hier wieder von keiner wirklichen Alternative zum Kirchholz- und Stadtbergtunnel ausgegangen werden kann, getreu dem Motto: „Wer zahlt, schafft an“.

Marco Trebuth

2 Kommentare

  1. Ja, vor Allem die destruktive Attitüde der Grünen finde ich schlimm. Egal wohin man sieht, die Grünen versuchen alle Infrastruktur Projekte zu zerstören. Lieber werden Tunnel für Amphibien gebaut als für Autos.

  2. Kann man sich von dieser „Wald und Wiesenpartei“, den grün angestrichenen Träumern im Weltall etwas anderes erwarten? Was kam eigentlich schon sinnvolles in ihrer gesamten Politik das auch nützlich war und ist? Man müßte eigentlich einen eigenen grünen Planeten für diese Partei schaffen!

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