Staatsbad am Abgrund

Neue Fakten zum Kirchholztunnel – Infoveranstaltung im Bürgerbräu

 Bei der jüngsten Diskussion im Vorfeld des Bürgerentscheids über den Bau einer neuen Ortsumfahrung (Kirchholz- und Stadtbergtunnel) von Bad Reichenhall stehen sich Naturschützer, Grüne und SPD auf der einen Seite und CSU und FWG auf der anderen Seite gegenüber. Die Meinung der Bevölkerung ist gespalten, ihre Stimme ist beim Bürgerentscheid am 21. April gefragt. Das Staatsbad am Abgrund?

Jetzt präsentierte der Verein „Reichenhall pro Kirchholztunnel e.V.“ neue Fakten zur aktuellen Feinstaubbelastung an der stark befahrenen B20/21, der Salzburger und Loferer Straße mit einer Tagesbelastung von annähernd 40.000 Fahrbewegungen täglich – nach Erhebungen des Staatlichen Bauamtes Traunstein im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens.

Grenzwerte der Feinstaubbelastung sind um das Doppelte überschritten

Der Verein hat zur Messung die Firma Grimm Aerosol Technik (Ainring) beauftragt. Seit März 2013 wird die Feinstaubbelastung an der Loferer Straße gemessen und es wird ein von der EU zugelassenes Messverfahren verwendet. Die Messwerte sind daher aussagekräftig. Erste Ergebnisse sind alarmierend, zumal die Belastung einen direkten Einfluss auf die Kurzone I des Staatsbades Bad Reichenhall hat. Wie das Unternehmen Grimm Aerosol Technik weiter ausführt, kann Feinstaub durch Wind über weite Strecken transportiert werden. Daher wirken sich die Belastungen nicht nur an der Umgehungsstraße aus, sondern können auch weite Gebiete Bad Reichenhalls negativ beeinflussen.

In der EU gibt es derzeit rechtsverbindliche Grenzwerte (PM10, max 50mg/m3) für Feinstaub, sowie längerfristig für Feinststaub zu erreichende Zielwerte (PM2,5, max 25mg/m3). Messungen an der Loferer Straße zeigen, dass beide Werte über das Doppelte überschritten werden. Das könnte in der Konsequenz sogar den Status des Staatsbades Bad Reichenhall bedrohen.

Der Verein „Reichenhall pro Kirchholztunnel e.V.“ informierte auf einer eigenen Veranstaltung im Gasthaus Bürgerbräu über die Messwerte und die sich daraus ergebenden Konsequenzen. Als Gastredner sprach Hans Grimm, Chef des Unternehmens Grimm Aerosol-Technik. Der Informationsabend setzte sich auch mit dem heiß diskutierten Thema „Kirchholztunnel“ auseinander.

Der Vortrag von Ing. Hans Grimm steht zum Download zur Verfügung: hier der Link

 

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