Jetzt geht die Arbeit erst los

Leserbrief von Josef Voglreiter
vom 19. März 2016

Endlich ist es soweit: Die Ortsumfahrung Bad Reichenhall
wurde im vordringlichen Bedarf des
Bundesverkehrswegeplanes aufgenommen.

Zur Erinnerung: Im April 2013 führte ein Ratsbegehren zum Thema Kirchholztunnel zu keinem verwertbaren Ergebnis, da die Mindestanzahl der Stimmen nicht erreicht wurde. Aufgrund von massiver Fehlinformation und Angstmache im Vorfeld (Solequellen, Abgase, Lärmzunahme etc.) waren viele Bürger verunsichert und es kam zu einer Pattsituation.

Die Gegner der Ortsumfahrung sprachen vom „falschen Weg“, haben aber selbst keine verwirklichbaren Lösungsansätze zur Hand. Besonders von den Grünen/Bürgerliste kamen viele Versprechungen, sich an Stelle des Tunnels für einen wirksamen Lärmschutz, einzusetzen. Davon ist bis heute nichts zu sehen. Drei Jahre später kann man sagen, dass es nur darum ging den Tunnel zu verhindern. Die Betroffenen wurden mit dem Lärm „im Regen“ stehen gelassen. Von der versprochenen „Verringerung des Verkehrs“ (Dr. Hunger) ist ebenfalls nichts zu merken. (siehe Anmerkung unten)

Die Staus der letzten Monate haben gezeigt, wie wichtig ein gut funktionierendes Verkehrsnetz ist und das es keine Selbstverständlichkeit ist, zu jeder Tageszeit ohne Zeitverlust nach Piding und Salzburg fahren zu können. Umso mehr freut jetzt die Aufnahme des Projektes in den vordringlichen Bedarf. Dies ist ein wesentlicher Schritt in Richtung Verwirklichung. Für Bad Reichenhall ist diese Maßnahme ein enorm wichtiger Schritt für eine gedeihliche Entwicklung über die nächsten Jahrzehnte.

Jetzt geht es darum, die Baumaßnahme so harmonisch wie möglich, in die örtliche Situation einzufügen. Zur Erinnerung: 70% der gesamten Baustrecke sind unterirdisch. Die Dimensionierung den Knotenpunkte (Stichpunkt Golling, Gabler-Knoten) bedarf allerdings der Überarbeitung und muss auf das absolut notwendige Maß reduziert werden. Durch bauliche Maßnahmen, wie z.B. eine längere Einhausung, Überschüttung etc., muss ein akzeptables, naturnahes Erscheinungsbild erreicht werden. Der Wähler erwartet, dass die naturschonendste Variante umgesetzt wird, zum Wohle Bad Reichenhalls und seiner Bürger.

Anmerkung – Zitat aus dem Entwurf zum Bundesverkehrswegeplan 2030:

„Starkes Verkehrswachstum steigert Erhaltungs- und Ausbaubedarf. Die Verkehrsleistung im Personenverkehr in Deutschland wird bis zum Jahr 2030 im Vergleich zu 2010 um insgesamt 12,2 % zunehmen. Die Transportleistung im Güterverkehr soll im selben Zeitraum mit 38 % noch deutlich stärker ansteigen.“

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