Schein-Argumente gegen Kirchholztunnel

Leserbrief: zum Artikel „Kirchholztunnel: Diskussion flammt neu auf vom 18. März 2016 im Reichenhaller Tagblatt

Im o.g. Artikel bringen Grüne und SPD mehrfach (Schein-) Argumente, die längst widerlegt wurden. Es wird mit dem Kirchholztunnel keinen Entlüftungsschlot mit konzentrierten Abgasen geben. Die Grenzwerte werden im Promillebereich liegen, wie auf der Bürgerversammlung klar dargelegt wurde.

Transitstrecke seit Jahren bestens ausgebaut

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Das „Angebot an österreichische Frächter“ ist längst Fakt, sie nutzen die bestehende Umgehungsstraße auf der B20/ B21, fahren im Transit längst auf bestens ausgebauten Straßen, sowie durch gut ausgebaute Tunnel im Bundesland Salzburg. Die kleinen Orte sind dadurch auch längst von Verkehr und Abgasen befreit, wogegen der Verkehr am Staatsbad gegen Erkrankungen der Atemwege ungehemmt ‚vorbeistinkt‘. Übrigens leben wir (noch und hoffentlich weiter) mit offenen Grenzen. Da braucht es gar kein spezielles Angebot an österreichische Frächter. Was soll diese Hetze?


Fototext: Ostern 2016: Blick vom Dötzenkopf auf Bad Reichenhall. Im Vordergrund der Golling mit der Burg Gruttenstein. Nur 16 Prozent der Fläche – der untere, unattraktive Bereich – wären vom Kirchholztunnel betroffen. Dafür die ganze Stadt Bad Reichenhall vom Verkehr entlastet.


Klare Entlastung für Bad Reichenhall

Die Bewohner der Oberen Stadt haben den Verkehr heute in direkter Nähe, gleich gegenüber dem Bahnhof Kirchberg und auf der B21, mittendrin. Der Kirchholz- und Stadtbergtunnel bringt auch hier spürbare Entlastung. Und es ist schlichtweg unwahr von der SPD zu behaupten, der Verkehr würde durch den Kirchholztunnel auf der Umgehungsstraße nicht weniger.

Erstens verschwindet der LKW-Verkehr zu 90 Prozent, Zweitens findet eine Verlagerung des Personenverkehrs von der Innenstadt auf die Umgehungsstraße statt. Somit bringt der Kirchholz- und Stadtbergtunnel für die gesamte Stadt Bad Reichenhall eine Entlastung. Was uns für die Zukunft ohne Kirchholz- und Stadtbergtunnel erwartet, sehen wir bereits heute bei fast täglichen und stundenlangen Staus auf der B20/ B21.

Harte Fakten sprechen für den Kirchholztunnel

Im Übrigen „geistert“ kein Projekt in „irgendwelchen Köpfen“ herum. Und schon gar kein Phantomprojekt Kirchholztunnel. Das ist nichts anderes als üble Polemik aus der unteren Schublade und wird wohl symptomatisch für jene Partei stehen, die es so zum Besten gab. Tatsächlich handelt es sich nämlich um ganz konkrete – also höchst amtliche – Beschlüsse des Stadtrates von Bad Reichenhall. Ebenso die Planung von ebenso höchst offizieller Seite, nämlich vom Straßenbauamt Traunstein.

Niemand bezahlt einen Lärmschutz

Und zu guter Letzt: ein Lärmschutz wird nicht funktionieren. Er ist auch nicht zu realisieren und weder die Stadt noch das Straßenbauamt, noch das Land oder der Bund wird ihn bezahlen. Ein Lärmschutz würde zudem das Naherholungsgebiet der Saalachauen weiter belasten und die Abgase auch im Tal, im Staatsbad gegen Erkrankung der Atemwege, belassen.

Gerd Spranger, 1 Vorsitzender des Vereins
Reichenhall pro Kirchholztunnel e.V.

Lesen Sie auch:
https://proreichenhall.wordpress.com/2013/04/19/kirchholztunnel-und-ein-wort-an-die-gegner/

2 Kommentare

  1. Ich hatte einen Beitrag über Feinstaub gesehen. Dort wurde darüber berichtet, dass die Auswirkungen nicht sofort spürbar sind, sondern dass es sich um einen schleichenden Prozess handelt, bei dem die Arterien verkalken und das Gehirn sogar defekt geht. Man selbst bemerkt das angeblich nicht und nach einigen Jahren ist man dann, so die Aussagen, krank mit Arteriosklerose und Demenz. Es kommt dabei anscheinend nicht mal auf die Grenzwerte an, sondern jeder Feinstaub würde sich an den Gefäßen haften.

    Ich denke mal bei Menschen die sowieso schon empfindlich sind, wie Asthmatiker, ist es wohl sowieso auch ratsam in eine weniger befahrende Gegend als die Innenstadt von Bad Reichenhall zu ziehen? Für einen kurzen Kur-Aufenthalt mag die Luft in Reichenhall besser geeignet sein als beispielsweise in München, aber zum Dauerwohnen für Asthmatiker über Jahre hinweg würden Sie dazu raten in die Innenstadt zu ziehen?

    Ich möchte fragen, ob Sie vielleicht wissen ob es in Reichenhall sogar schon mal Grenzwertüberschreitungen der Feinstaubwerte gab?

    Gibt es Feinstaub in der Wittelsbacherstrasse? Wenn ja, wird der Feinstaub von der Wittelsbacherstasse mit dem Wind auch in die Luitpoldstrasse getragen, auch wenn man etwas abseits wohnt, kann Feinstaub bis in den 3. Stock gelangen?

    Wäre es sinnvoller für Asthmatiker und andere Empfindliche nicht in die Innenstadt zu ziehen?

    Seltsame Fragen ich weiß, aber ich dachte mir das ich lieber einmal mehr frage, als wenn man dann noch kränker wird. Ich hoffe Sie können mir hier öffentlich darauf antworten, damit erkrankte Menschen es lesen können.

    Viele Grüße

  2. Auch wenn die KH Tunnel Gegner es nicht glauben – und vor allem nicht verstehen (wollen!) der Tunnel wird kommen! Allein schon deshalb, weil es in die Zukunft gesehen nicht mehr anders gehen bzw. zu befahren ist, was Bad reichenhall allein betrifft. Vielleicht kapieren die ewigen Gegner das auch einmal, sehen werden das alle sturschädel bestimmt einmal müßen! Es ist alles nur eine Frage der Zeit.

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