Alles zum Wohl der Stadt ?

Leserbrief von Wolfram Jahn sen. zum Bericht im RT vom 12.06.22017:

Debatte um Wortwahl

Der Auentunnel wäre eine ökologische Katastrophe. Der gesamte Auwald würde geopfert. Beim Kirchholztunnel wird der gesamte Baumbestand erhalten.

Nach dem Bericht über die Debatte im Reichenhaller Stadtrat zur Wortwahl: Umfahrung oder Kirchholz-Tunnel, stelle ich mir die Frage, ob etliche Stadträte vergessen haben, dass sie mit ihrer Vereidigung geschworen haben, alles für das Wohl unserer Stadt und ihrer Bürger zu unternehmen.

Leider scheint bei etlichen Räten, Weitblick, Mut, Fantasie und Denken über die Stadtgrenze hinweg, nicht vorhanden zu sein. Aussagen wie. „der Zug für den Kirchholz-Tunnel sei abgefahren“, oder „über Alternativen nachdenken“, zeugen entweder von Starrsinn oder Realitätsverlust bei der Tallage von Bad Reichenhall. Die Landesgartenschau soll in unseren Ort geholt werden, ein Thermenhotel ist geplant, aber mit dieser Verkehrsbelastung ist kein Blumentopf zu gewinnen.

Eher verliert Bad Reichenhall die Bezeichnung
„Heilklimatischer Kurort“ und „Bad“.

Die Vorstellung des Planes für den „Auentunnel“, brachte die Erkenntnis, dass er nur eine teilweise Entlastung für lärm- und abgasgeplagte Anwohner bringt. Da der Tunnel bei der Kreta-Brücke endet, werden weiterhin die Transitabkürzer den Weg über Karlstein und Thumsee benutzen. Für den Bau dieses Tunnels, würde fast der gesamte Baumbestand zwischen Nonnersteg und Kreta –Brücke geopfert werden. Der beliebte Weg entlang dieses Abschnittes, wäre in der Bauzeit nicht nutzbar. Auch viele Bäume ab Häuslstrasse bis Nonnersteg würden dem Bau zum Opfer fallen.

Diese wertvollen Bäume aber sind
unverzichtbar als „Grüne Lunge“ für den Kurort.

Zwei unserer eifrigsten Naturschützer und zugleich Stadträte, waren bei der Vorstellung der Pläne für diesen Tunnel anwesend und boten ein sehr fragwürdiges Bild, ihres ansonsten vorgetragenem Schutzwillen. Einer dieser Herren zeigte keinerlei Regung als die Baumfällmaßnahmen dargestellt wurden. Sein Kollege fragte vorsichtig an, ob wieder aufgeforstet werde. Auf die bejahende Antwort und dem Hinweis, dass in ca. 25 Jahren wieder alles grün sei, setzte sich dieser Rat wieder brav hin.

Aber wehe, am Golling wird ein Grashalm verbogen. 

Um Bad Reichenhall am Leben zu erhalten, brauchen wir dringendst den Kirchholz-Tunnel und auch eine direkte Anbindung an die BAB 8. Mit diesem Anschluss an die BAB haben wir eine schon immer nötige, leistungsstarke Verkehrsanbindung nach Norden. Denkt man über die Stadtgrenze hinaus, wäre dieser Anschluss ein Segen für Piding und eine Entlastung für die marode Saalach-Brücke der B20 bei Staufenbrück. Mit dem Kirchholztunnel dürfte auch eine erhebliche Entlastung für das Leopoldstal entstehen

Nur mit dieser Verkehrsführung, kann man
Großes für Bad Reichenhall wollen und erreichen.

Denken wir zurück an die Amtszeit von Dr. Max Neumeier als Oberbürgermeister. Dieser Mann hat mit Zukunftsdenken, eisernem Willen, Zähigkeit und dem Mut, auch der Bayrischen Staatsregierung lästig zu fallen, viel für Bad Reichenhall erreicht.

Aber heute kann man als Lärm- und Abgasgeplagter Bürger, ob dieser Lethargie unserer Stadtführung, Starrsinn und Mutlosigkeit etlicher Bürgervertreter, sowie dem ortsteilbezogenen Egoismus einer Stadtrats-Fraktion nur noch verzweifeln.

Wolfram Jahn sen. / Bad Reichenhall

2 Kommentare

  1. Dem Beitrag von Wolfram Jahn kann und muß man uneingeschränkt beipflichten!
    Naturschutz und die Vertreter -sogenannte „Naturschützer“ –
    sind zwei absolut gegensätzliche Bereiche.
    Der „Schutz“ ist wichtig, die „Schützer “ sind überflüssig, da unbrauchbar. Die leben z. T. noch in der Entstehungsgeschichte der Menschheit und der Natur.
    Die Welt hat sich verändert. Das sollten die sich einmal in ihr Stammbuch schreiben.
    Besonders die beiden Stadträte, Weltverbesserer haben wir genug!

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