Tunnel oder Umfahrung – nur eine Debatte um die Wortwahl?

Ein Auentunnel zerstört die Saalachauen und auch die Zukunft von Bad Reichenhall?

Aus dem Reichenhaller Tagblatt (RT) vom 12.06.2017

Unter der Überschrift „Tunnel oder Umfahrung – Debatte um Wortwahl“ berichtet das RT aus der Stadtratssitzung und ergänzt: Stadtratssitzung nutzt Stellungnahme zur Fortschreibung des Regionalplans für Diskussion um Kirchholztunnel.

Dabei geht es nicht nur um eine „Wortwahl“, sondern darum, ob ein so genannter Auen-Tunnel die gleiche Option eingeräumt wird, wie einer Umfahrung der Stadt Bad Reichenhall über einen Kirchholz- und Stadtbergtunnel.

Das RT schreibt dazu:
„Seit Max Aichers Vorschlag ist auch ein „Auentunnel“ eine mögliche Variante für eine Reichenhaller Ortsumfahrung.“

Diese Unterstellung aber ist völlig falsch, führt den Bürger in die Irre und in falsche Sicherheit. Der Auentunnel ist nämlich k e i n e mögliche Variante einer Ortsumfahrung, wie der Leiter des Staatlichen Bauamtes in einem Leserbrief unmissverständlich klar gemacht hat.

  • Der (so genannte) Auentunnel wäre eine ökologische Katastrophe für Bad Reichenhall. Rund 8 Hektar Auwald mit seinem gesamten Ökosystem würden vernichtet werden.
  • Ökologisch also ist ein Auentunnel nicht vertretbar – in keiner Weise!
  • Der (so genannte) Auentunnel bringt keine Entflechtung der Verkehrssituation für Bad Reichenhall. Gemeint sind damit der überregionale Verkehr und hier vor allem;

– Der LKW-Verkehr von Salzburg nach Tirol – Der Berfusverkehr mit tausenden Pendlern (Pinzgau/ Salzburg) – Der Urlaubs- und Ausflugsverkehr nach Berchtesgaden.

  • Der (so genannte) Auen-Tunnel bewirkt für den größten Teil der Stadt keinerlei Entlastung.
  • Das Bauamt argumentiert darum zu Recht, dass keine verkehrstechnische Notwendigkeit für den Bau eines Auentunnels besteht.
  • Es besteht die absolut realistische Gefahr, dass ein Kirchholztunnel damit vereitelt wird, sehr zur Freude der Gegner, und auch ein Auentunnel letztlich keine Genehmigung erhält.
  • Den Schaden für die nächsten 20 Jahren trägt dabei der Bürger und die Stadt Bad Reichenhall insgesamt!

Warum setzt sich die Stadt Bad Reichenhall nicht mit aller Kraft für eine Realisierung des Kirchholz- und Stadtbergtunnels ein. Er hat bereits Baureife, ist im vordringlichem Bedarf und selbst die Gelder dafür stehen zur Verfügung. Im Gegensatz zu einem unrealistischen Auentunnel erfüllt er alle Erfordernisse und Anforderungen. Der Wald am Kirchholz wird zur Gänze erhalten und der Streckenverlauf ist weitgehend unterirdisch.

 

 

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2 Kommentare

  1. […] Aicher und Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner haben sich darauf verständigt, dass „Ortsumfahrung Bad Reichenhall“ nicht automatisch Kirchholztunnel und Stadtbergtunnel bedeuten müsste, auch wenn die letzten 40 Jahre nie von einer anderen Umfahrung die Rede war und ganz konkret genau dieses Projekt bei der Beurteilung für den Bundesverkehrswegeplan zugrunde lag. Selbst im Stadtrat erreichten Sie eine ‚Aufweichung‘ des Begriffs Ortsumfahrung. […]

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