Der Stadtrat ist informiert

Bereits im Juli hat sich der Verein „Reichenhall pro Kirchholztunnel e.V.“ an den Stadtrat von Bad Reichenhall gewandt und jeden Stadtrat persönlich auf die Gefahren eines AuenTunnels durch die Saalachau hingewiesen. Hier das Schreiben im Wortlaut:

A U E N T U N N E L /  T O D   D E M  /  A U E N W A L D

Der AuenTunnel wäre
d i e ökologische Katastrophe für die Stad Bad Reichenhall !

  • Nicht 200 Bäume (wie zuletzt), sondern über 4000 Bäume werden geopfert und ein einzigartiges Ökosystem
  • Der Wald der Saalach-Auen wird auf einer Fläche von 8 Hektar gefällt – ein Kahlschlag
  • Die AU existiert dann am rechten Saalachufer nicht mehr, bis auf wenige 100 Meter flussabwärts.
  • Bestehende Retentionsflächen (Ausweichfläche des Wassers bei Hochwasser) werden vernichtet
  • Der AuenTunnel läuft konträr zu den Bestrebungen, den Naturraum Saalach zu erhalten und nachhaltig naturnah zu gestalten
  • Viele Urlaubsgäste werden von diesem Umweltfrevel geschockt sein
  • Die Negativ-Presse wird zu einem verheerenden Imageverlust von Bad Reichenhall führen
  • Der Wald als ein „lebendiger, natürlicher Organismus“ ist unwiederbringlich verloren
  • Der AuenTunnel beraubt die Stadt eines hohen Freizeitwertes
  • Ein AuenTunnel zerstört die Saalach-Auen und die Nonner Auenlandschaft. Diese ist ein ökologischer Schatz für die Stadt Bad Reichenhall. Die Saalach-Auen sind die grüne Lunge für Bad Reichenhall.
    Die ungestörte Verbindung hinüber zu den Nonner-Auen ist unverzichtbar.

Infrastruktur

  • Für ein geplantes Thermen-Hotel ist dieser Grünbereich elementar wichtig.
  • Der AuenTunnel zerstört den Saalach-Radweg. Der vor Jahrzehnten angelegte Saalach-Radweg ist einer der schönsten in der ganzen Gegend. Er ist gut eingewachsen und wird selbst von Rollstuhlfahrern (Senioren) gerne genutzt. Es gibt im weiten Umkreis nichts Vergleichbares.
  • Ein AuenTunnel zerstört den Wohnmobilstellplatz, den schön angelegten Spielplatz, den Fußballplatz
  • und das von Jugendlichen gern genutzte Freizeitgelände.

Verkehrs-Entlastung

  • Der AuenTunnel erfüllt nicht die verkehrstechnisch notwendige Entlastung
  • Ein AuenTunnel belässt den ganzen überregionalen Berufs-, Urlauber und Schwerverkehr im Talbecken von Bad Reichenhall. Durch seine Lage ändert er NICHTS an den Problemen am Gabler-Knoten,
  • am Knoten Saline, in der Innenstadt, am Stachus, in Karlstein, am Thumsee, auf BGL 4 Leopoldstal etc.
  • Der AuenTunnel bringt keine Entzerrung des Verkehrs. Schwerverkehr und überregionaler Verkehr mischen sich weiterhin mit lokalem Verkehr – Behinderungen und Staus sind die Ergebnisse.

Die Situation im Detail:

  • Bad Reichenhall leidet weiter unter dem überregionalen Verkehr und dem
    sehr hohen Aufkommen an Schwerverkehr von/nach Salzburg / Pinzgau / Tirol
  • Die obere Stadt bleibt massiv belastet vom Verkehr von/nach Berchtesgaden
  • Die ganze Innenstadtachse mit dem Längsverkehr wird nicht entlastet und bleibt Durchzugsstraße
  • Der Knoten Saline, Kirchberg, alle Häuser an der BGL 21 (Kretabrücke bis Karlstein), ganz Karlstein und das Naturschutzgebiet am Thumsee sind weiter vom ‚Ausweichverkehr‘ betroffen
  • Die Frühlingsstraße, Saalachstraße, obere Salzburger Straße (Landratsamt), Teisendorfer Straße usw. … tragen weiter die Folgen der ganzen Verkehrswucht
  • Das Leopolds-Tal und Weissbach (BGL4) bleiben weiter belastet – die Situation hier ist unerträglich
  • Die Großgmainer Straße bleibt massiv belastet, vorbei an Kindergarten und Schule
  • Der AuenTunnel gefährdet Teile der Stadt
  • Schon heute dringt das Grundwasser bei extremen Wetterlagen in die Keller vieler Häuser.
  • 2013 liefen die Keller und Tiefgaragen vieler Häuser in der Ludwig-Thoma-Straße, in der
  • Schillerstraße und selbst beim Krankenhaus voll.
  • Der AuenTunnel verschärft die Situation durch massiven Grundwasserrückstau deutlich und gefährdet die Benutzbarkeit und den Bestand vieler Häuser und Tiefgaragen.
  • Die Elementarversicherungen wurden für viele Hausbesitzer bereits deutlich angehoben und werden im Zuge der Errichtung eines AuenTunnels massiv ansteigen.

Der AuenTunnel hat keine Chancen einer Realisierung

  • Das Staatliche Bauamt Traunstein hat bereits im Vorfeld sehr klar gemacht, wie kritisch es den AuenTunnel sieht.
  • Es besteht für den Bund keine Veranlassung, an dieser Stelle einen Tunnel zu bauen.
  • In der Planfeststellung der OU Kirchholztunnel/ Stadtbergtunnel wurde bereits eine dem AuenTunnel vergleichbare Variante untersucht und aus mehreren Gründen verworfen.
  • Der AuenTunnel ist weder ökologisch noch verkehrstechnisch vertretbar, er ist keine Lösung.

Die Bewohner werden
seit Jahrzehnten von der Politik hingehalten

  • Den Bewohnern an der B20/21 wurde vor vier Jahren – als Alternative zum Kirchholz- u. Stadtbergtunnel – ein umfassender Lärmschutz in Aussicht gestellt. Nichts ist passiert!
  • Alternative Konzepte haben sich – trotz großer Versprechen – als unwahr heraus gestellt!
  • Der Verkehr hat – wie prognostiziert – deutlich zugenommen – nicht abgenommen – nichts ist passiert!
  • Der LKW-Verkehr hat sich noch verdichtet – nichts ist passiert!

E R G O  /  Fazit

Eine Variante Auen-Tunnel wird von den Befürwortern missbraucht, um die Ortsumfahrung Kirchholz- und Stadtbergtunnel, die in jeder Hinsicht genehmigt ist – zu Fall zu bringen!

Das Staatliche Bauamt Traunstein könnte eine weitere, tiefgehende Untersuchung eines NEUEN Projektes ‚Auentunnel‘ als eine klare Absage des genehmigten Projektes OU Kirchholztunnel/ Stadtbergtunnel verstehen.

Wer sich jetzt für eine „Untersuchung der Idee eines Auentunnels“ ausspricht gefährdet das Projekt mit Gesetzeskraft – OU Kirchholztunnel/ Stadtbergtunnel.

Es gibt zu viele eindeutige Fakten g e g e n einen Auen-Tunnel, so dass eine Genehmigung desselben unwahrscheinlich ist.

Die Bürger haben bei diesem Machtspiel in jeder Hinsicht das Nachsehen!

 

Einzigartige Möglichkeit für Bad Reichenhall

  • Bad Reichenhall hat h e u t e die einzigartige Möglichkeit und Chance,
    die Verkehrssituation für alle Zeiten zu lösen.
  • Der Kirchholz- und Stadtbergtunnel hat bereits Baurecht und die nötigen finanziellen Mittel stehen bereit.
  • Wir appellieren an Sie als Stadtrat, diese Chance zu ergreifen und sich mit allen Mitteln dafür einzusetzen!
  • Wir als Verein „Reichenhall pro Kirchholz-Tunnel“ werden alle Möglichkeiten ausschöpfen, um den Auentunnel, diesen ökologischen Wahnsinn, zu beenden.

Ein Kommentar

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