Und das will die CSU wirklich?

Eine vier Kilometer lange und mindestens 30 Meter breite Schneise schlägt der Auentunnel in den Auenwald, in die Saalachauen – offene Bauweise. Im Hintergrund kaum erkennbar 500 Meter offene Bauweise am Golling in der Verbindung Kirchholztunnel / Stadtbergtunnel. Im Vordergrund ein angedeuteter Verlauf des Abluftkanals bis zu den Hängen des Staufens.

Bei der Kommunalwahl 2014 war die Position der CSU in Bad Reichenhall zur Ortsumfahrung eindeutig. Es war ein klares JA für Kirchholztunnel und Stadtbergtunnel.

Zwei Jahre später wurde die Ortsumfahrung mit dem Kirchholztunnel sogar in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes (bis 2030) aufgenommen und im Bundesfernstraßengesetz festgeschrieben.

20 Jahre Stillstand und Rückschritt in Bad Reichenhall?

Geht es ‚nur um eine Wortwahl‚ oder um viel mehr. Verspielt Bad Reichenhall seine Zukunft?

Heute setzt die CSU auf einen Auentunnel durch die Saalachauen. In der Juni-Stadtratssitzung hat sie sich nahezu  einstimmig dafür ausgesprochen, einen AuenTunnel ebenso wie einen Kirchholztunnel als gleichwertige Variante für eine Ortsumfahrung aufzunehmen. Stimmt sie nun in einer der nächsten Stadtratssitzungen für eine Fortschreibung der Prüfung, könnte dies für Bad Reichenhall und seiner Bürger erschreckende Folgen haben. Auf alle Fälle hat die CSU ihre klare Position für einen Kirchholztunnel in Bad Reichenhall längst verlassen. MDB Dr. Peter Ramsauer warnt, dass damit die nächsten 20 Jahre in Bad Reichenhall wieder nichts passieren könnte. Keine Umfahrung, wachsender Verkehr und eine weiter steigende Belastung der Bürger und der Stadt insgesamt. Mehr Verkehr, Lärm und Feinstaub in Bad Reichenhall.

Dabei besitzt der Kirchholztunnel als eines der wenigen Projekte in Bayern bereits Baureife. 2018 / 2019 könnte hier bereits der Baubeginn sein. Ziel erreicht, doch vor dem Ziel eingeknickt. 40 Jahre umsonst gekämpft und billigend eine Rodung des Auwaldes der Saalachauen in Kauf genommen.

Kirchholztunnel und Stadtbergtunnel

Am Knoten Mitte muss noch nachgebessert werden. Ein Vollanschluss in und aus der Richtung Unterjettenberg dürfte wegen des geringen Verkehrsaufkommens aus dieser Richtung nicht zwingend notwendig sein. Der ‚Urlaubsverkehr‘ fährt bevorzugt die Strecke über die Ramsau, also über das Wachterl, als die landschaftlich viel reizvollere Variante. Der LKW-Verkehr ist lediglich ‚im Transit‘ von Bedeutung und benötigt den Knoten Mitte ebenfalls nicht. Eine Tektur der Planung zu Kirchholztunnel und Stadtbergtunnel steht vor einem Baubeginn noch aus.

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