Was treibt Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner und Max Aicher um?

Warum hält der Oberbürgermeister Informationen zurück?

Was Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner bis heute verschweigt – und auf pro-reichenhall.de zu lesen ist – ist die klare Aussage von MdL Gerhard Eck (Bayerisches Innenministerium für Verkehr) im gleichen Schreiben. Er sieht keinerlei Begründung für einen ‚AuenTunnel‘. Zitat:

Klare Ansage des Innenministeriums

„Für den AuenTunnel Bad Reichenhall besteht hinsichtlich der Topographie aufgrund des ebenen Talgrundes keine Begründung für einen Tunnel, so dass zwingend andere rechtliche Voraussetzungen gegeben sein müssen. Nachdem einer ersten Abschätzung der Korridor des AuenTunnels die gesetzlichen Grenzwerte für Lärmemissionen auch ohne Tunnel eingehalten werden könnten, verbleibt letztlich als einzig mögliche Argumentation die für ein Staatsbad mit hohem Anspruch an die Luftqualität sehr kritische Frage, ob im Bad Reichenhaller Talkessel die Luftschadstoffgrenzwerte ohne Tunnel nicht eingehalten werden können. Um dies beurteilen zu können, wären detaillierte Untersuchungen und Gutachten erforderlich. Auch die verkehrliche Wirkung und die mögliche Zielerreichung sind zu betrachten, ebenso etwaige nachteilige Umweltauswirkungen des Vorhabens.“

4-spurig geht es in und vom AuenTunnel vom Landratsamt bis zur Saalach und von der Kretabrücke bis zum Festplatz

Die Präsentation der Aicherpläne zu einer Ortsumfahrung „AuenTunnel“ durch den Ingenieur Martin Staller im Reichenhaller Stadtrat ist – von der FWG abgesehen – weitgehend kommentarlos hingenommen worden. Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner schränkte auch zu Beginn gleich die Rede- und Meinuungsfreiheit der Stadträte, mit der klaren Ansage ein: „Keine Diskussion, die wollen wir im Oktober halten.“ Zuvor jedoch hatte der ausführende Planer von Max Aicher eine halbe Stunde lang sein Projekt präsentiert und dabei mehrfach die für Bad Reichenhall bereits genehmigte und untersuchte Ortsumfahrung Kirchholztunnel kritisch angemerkt.

Der Stadtrat muss sich entscheiden

Der Oberbürgermeister zitierte auch aus einem Schreiben vom Bayerischen Staatsministerium des Innern für Bau und Verkehr vom 26. Juni 2017. Das Schreiben wurde übrigens bis heute nicht offiziell allen Stadträten zur Kenntnis gebracht. Dr. Lackner gab lediglich die Information weiter, dass „es einer eindeutigen Positionierung des Stadtrates der Stadt Bad Reichenhall zur Projektskizze „AuenTunnel“ bedarf. Nur dann werde Staatssekretär MdL Gerhard Eck (Verfasser des Schreibens) das Staatliche Bauamt Traunstein beauftragen, in eine Varianten-Untersuchung einzusteigen.

Planungsbüro Staller ist nicht neutral

In dem Planungsbüro Staller hat der Oberbürgermeister und Max Aicher einen treuen Verbündeten gefunden. Martin Staller präsentierte in der Stadtratsitzung vom 12. September 2017 nicht nur die Aicher-Variante eines AuenTunnels, er unterstellte der genehmigten Variante Kircholztunnel und Stadtbergtunnel auch gleich noch ‚ein großes Projektrisiko‘, vor allem im Gemeindegebiet Bayerisch Gmain“.
Fakt aber ist, dass alle Untersuchungen – und hier wurde äußerst genau und gründlich gearbeitet – zu einem ganz anderen Schluss kommen, wie dem Planfeststellungsverfahren zweifelsfrei zu entnehmen ist. Von einer Neutralität eines Martin Stallers kann also gar keine Rede sein.

Bunker und Schwimmbäder tief unter den Villen?

Als Grund führt Staller hier an, dass zwischen den Kellern einzelner Häuser in Bayerisch Gmain und der Tunneldecke lediglich 20 Meter Abstand verblieben. Da bei der Planung aber von mindestens 30 Metern Abstand ausgegangen wird, kann über eine Tieferlegung einzelner Keller von 10 Metern nur spekuliert werden. Haben sich in Bayerisch Gmain einige sehr vermögende Bürger etwa einen Luftschutzbunker unter ihre Keller gegraben, oder reichen die Schwimmbäder in den Villen so weit in die Tiefe?

Die Sole-Tiefbohrungen sind in keiner Weise gefährdet

Der Ingenieur legt noch nach, indem er anmerkt, dass die Solequellen am Golling zwar zu 99 Prozent sicher seien, aber eben nicht zu 100 Prozent. Auch das ist falsch, denn der Gutachter Dr. Kellerbauer macht unmissverständlich klar, dass die durch Tiefbohrung gesicherten Quellen niemals in irgend einer Weise gefährdet sein werden und können.
Martin Staller, im Dienste von Max Aicher, betont mehrfach, dass jeder Tunnelvortrieb immer ein Risiko mit sich bringe. Das aber gilt auch bei jeder Fahrt mit dem Auto, dem Bus oder der Bahn. Demnach müssen wir alle zuhause blieben. Aber selbst dort ist es ja nicht sicher, denn es besteht ein Restrisiko.

Kein Risiko beim AuenTunnel?

Allein bei der Variante „AuenTunnel“ gäbe es kein Risiko. Das ‚Grundwasserthema‘ und den ‚Naturschutz‘ versteht er lediglich als Herausforderung, nicht als Risiko, wenn womöglich die Keller in den Häusern von Bad Reichenhall bei Hochwasser vollaufen. Und im Auwald stehen alte Bäume mit einem Alter von 100 Jahren und mehr. Klar, kann man in den Griff kriegen, einfach 100 Jahre lang warten.

Profitiert der Unternehmer Max Aicher von einer ‚Offenen Bauweise‘?

Letztendlich verlangt Staller, dass „beide Varianten gründlichst untersucht werden, um die bestmögliche Variante für Bad Reichenhall letztendlich zu bekommen“. Und damit meint er ganz offensichtlich seine eigene Variante, die dann womöglich auch vom Bauunternehmer Max Aicher komplett in Eigenregie ausgeführt werden kann, handelt es sich sowohl bei der Variante „Auentunnel“, wie auch bei der neu angedachten Variante Stadtberg jeweils um eine „Offene Bauweise“ und nicht um einen Tunnelvortrieb wie beim Kirchholztunnel.

Auch sind bei der genehmigten Variante Kirchholztunnel und Stadtbergtunnel (übrigens beide nicht in offener Bauweise) bereits alle Untersuchungen abgeschlossen und auf den aktuellsten Stand gebracht worden – laut Auskunft des Staatlichen Bauamtes in Traunstein.

Also fragen wir erneut:
„Welches Spiel spielt die Stadt Bad Reichenhall mit Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner und dem Bauunternehmer Max Aicher?“

Link zu dem aktuelln Artikel auf BGL24:
https://www.bgland24.de/bgland/region-bad-reichenhall/bad-reichenhall-ort28289/reichenhall-planungsbuero-staller-stellt-stadtrat-unterflurtrasse-loferer-strasse-8679120.html

Advertisements

7 Kommentare

  1. […] Selbst das Bayerische Staatsministerium für Verkehr schreibt im Juni 2017 an die Stadt bzw. an Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner: „Es besteht hinsichtlich der Topographie aufgrund des ebenen Talgrundes keine Begründung für einen Tunnel.“ Weiter wird ausgeführt, dass auch die gesetzlichen Grenzwerte für Lärmimmission eingehalten würden und auch die Luftschadstoffgrenzwerte. Kurzum, für einen Auentunnel besteht keine rechtliche Voraussetzung […]

  2. […] Vom Landratsamt über das Staatliche Bauamt in Traunstein, dem Bayerischen Innenministerium bis hin zum Deutschen Bundestag haben alle Behörden und Experten die Notwendigkeit einer Ortsumfahrung bestätigt und dem Projekt Kirchholztunnel und Stadtbergtunnel zugestimmt. Was ist los in Bad Reichenhall. Welches Spiel treiben Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner und der Industrielle Max Aicher? […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s