Und der Bürger bleibt der Dumme?

Wechselt die CSU in das Lager der Gegner des Kirchholztunnels, ist sie Max Aicher verpflichtet?

Der Auentunnel wäre eine ökologische Katastrophe. Der gesamte Auwald würde geopfert. Beim Kirchholztunnel hingegen  bleibt der gesamte Baumbestand erhalten. / Foto: Gerd Spranger

Der Stadtrat von Bad Reichenhall fällt heute die Entscheidung, ob eine Ortsumfahrung von Bad Reichenhall über die Saalachau offiziell untersucht werden soll. Es bleibt zu befürchten, dass sich die CSU mehrheitlich für diese von Max Aicher geplante Variante entscheiden wird. Die CSU wechselt damit nach 30 Jahren, in denen sie sich immer für die Ortsumfahrung über den Kirchholztunnel und Stadtbergtunnel eingesetzt hat, endgültig in das Lager der Gegner. Mit ihrer ‚Verbrüderung‘ mit der Bürgerliste/Grüne im Stadtrat hat die CSU bereits 2014 dafür gesorgt, dass ein ausgesprochener Gegner des Kirchholztunnels, Manfred Hofmeister, zum Bürgermeister gekürt wurde.

Ohne ein abgeschlossenes Planfeststellungs-Verfahren
geht auch bei einem AuenTunnel nichts

„Alles nur Politik“, denkt sich mancher Bürger. Doch sie hat vor allem auf kommunaler Ebene direkte Auswirkung. Umso mehr es um eine hohe Verkehrsbelastung der Stadt Bad Reichenhall, der betroffenen Bürger und Gäste geht. Denn auch eine Ortsumfahrung AuenTunnel muss das komplette Planfeststellungsverfahren durchlaufen, macht das Straßenbauamt Traunstein unmissverständlich klar.

Weitere 10 Jahre warten in Bad Reichenhall

Das bedeutet für die betroffenen Bürger weitere 10 Jahre lang warten, in denen in Bad Reichenhall nichts passiert. Dabei ist die Realisierung des Kirchholztunnels und Stadtbergtunnels zum Greifen nahe. Er ist im Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes und alle Untersuchungen sind positiv abgeschlossen. Allein die Stadt Bad Reichenhall, mehrheitlich die Stadträte von Bad Reichenhall, ergreifen diese Chance nicht. Sie lassen sich blenden von den Eigeninteressen eines Max Aicher.

Ex-Landrat von Traunstein und MaxAicher

Und Max Aicher und sein ihm (finanziell) verpflichteter Ex-Landrat von Traunstein, Hermann Steinmaßl lassen nichts unversucht, den genehmigten Kirchholztunnel in der Bevölkerung schlecht zu reden. Es wird von ‚unkalkulierbaren Risiken‘ gesprochen und einer drohenden ‚Enteignung‘ von Grundstücks-, Haus- und Villenbesitzer von Bayerisch Gmain. Worum aber geht es bei der so genannten ‚Enteignung‘?

Ist wirklich eine „Enteignung“ zu befürchten?

Es geht um die Eintragung einer Grunddienstbarkeit in das Grundbuch und zwar konkret um die Untertunnelung der Anwesen mit mindestens 20 bis 30 Metern Tiefe unter den Kellern. Im eigentlichen Sinne wird also niemand „Enteignet“, noch erleiden die Bürger in Bayerisch Gmain sonst noch irgendwelche Nachteile, ganz im Gegenteil. Für die Eintragung dieser Grunddienstbarkeit werden sie finanziell entschädigt.

Anbindung Kirchholztunnel verbessern

Der Verein ‚Reichenhall pro Kirchholztunnel e.V.“ will sich zudem für eine verschlankte Variante für die Knoten Nord (Gablerknoten) und Mitte (Golling) einsetzen. „Der Eingriff in die Landschaft muss bei den ‚Einschleifern‘ deutlich reduziert werden“, bekräftigt der Vorsitzende Gerd Spranger und appelliert an das Straßenbauamt Traunstein, für Alternativen und Vorschläge offen zu bleiben.

5 Kommentare

  1. […] Albert Einstein habe ja bereits gesagt, „Wer immer das Gleiche tut und ein anderes Ergebnis erwartet, der macht sich zum Narren“. Das würde im Fall einer erneuten Untersuchung von Umständen, die bereits untersucht worden sind, ja wohl zutreffen. Fraglich ist auch die Haltung vieler Stadträte, die in tibetischer Tradition von Gebetsmühlen immer wieder von Lärmschutzwänden und einer Tieferlegung sprechen. Beides wurde klar und deutlich abgelehnt. Es wäre an der Zeit, dies endlich zur Kenntnis zu nehmen und die Bürger von Bad Reichenhall nicht weiter für dumm zu verkaufen. […]

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