Ein Sieg der Gegner eines Kirchholztunnels?

Mit dem jüngsten Leserbrief, spricht sich eine andere „politische Stimme“ in Bad Reichenhall klar gegen den fortgesetzten Boykott des Kirchholztunnels aus. Wir als Verein meinen, es grenzt an ‚politischer Verblendung‘, wenn man auf dem Rücken der Bürger und der Stadt Bad Reichenhall über Jahrzehnte hinweg eine Ortsumfahrung verhindert. „Zum Wohl der Stadt“ schaut anders aus. Zum Wohl der Stadt heißt sich für das von allen Fachleuten – vom Straßenbauamt Traunstein bis zu den Gutachtern – befürwortete Projekt Kirchholztunnel und Stadtbergtunnel einzusetzen und die Bürger und die Stadt Bad Reichenhall nicht hinzuhalten. Aber lesen Sie dazu selbst die Stellungnahme von Tilo Schöne aus Bad Reichenhall.

Bei starkem Hochwasser ‚verschwinden‘ bei der Luitpoldbrücke selbst die meterhohen Stufen unter der Gewalt des Wassers. Die Saalach wird ein reißender Strom ungezähmter Naturkraft.

 

Ein Sieg der Gegner eines Kirchholztunnels?
Leserbrief von Tilo Schöne im Rtagblatt vom 20.10.17

Mit dem denkbar knappsten Abstimmungsergebnis haben die Kirchholztunnel-Gegner einen weiteren Etappensieg auf dem Weg zur Verhinderung des seit rund 40 Jahren in Planung befindlichen Tunnels erfochten. Die SPD hat das Bauvorhaben als Regierungspartei aus dem vordringlichen Bedarf gekippt, gleichzeitig aber einen Högltunnel befürwortet. Nun befürworten sie einen AuenTunnel neben einem immer wieder Hochwasser führenden Fluss. Sicher kann ich diesen für die nächsten zehn Jahre wasserdicht bauen. Und dann?

Warum eigentlich keinen KirchholzTunnel? Da werden Abgasprobleme angeführt, als ob es bei anderen Tunneln diese nicht gäbe. Da geht das dann auf einmal mit der Abgasreinigung oder mit der Verklappung in der Luft.

Genauso verblendet sind unsere „Grünen“ unterwegs. Bis auf einen Stadtrat von Bürgerliste Bad Reichenhall-Die Grünen befürworten sie also eine Abholzung und Vernichtung der Au entlang der Saalach mit einer Fläche von rund 12 Hektar. Die Aussage, das wird alles wieder bepflanzt und begrünt, ist gut und schön. Aber wie soll ein Wald auf vielleicht ein Meter hohem Erdreich standfest wachsen? Kann ich mir nicht vorstellen. Vor allem, wie lange dauert es, bis die Lunge Bad Reichenhalls wieder funktioniert?

Noch zwei Anmerkungen/ Ergänzungen der Redaktion:

Natürlich kann der Tunnel wasserdicht gebaut werden, doch was ist mit den starken Strömungen des Grundwassers im Tal? Und: der Tunnel wird nicht gänzlich ‚unter der Erde‘ liegen, sondern bis zu vier Meter aufragen – inklusive des Aufbringens einer Erdschicht von ein bis zwei Metern. Das macht die Sache aber nicht besser, ganz im Gegenteil. Ein Wald, der Auwald, ist damit erledigt. Kein Problem für unsere ‚Grünen‘ und unsere ‚Naturschützer‘, sie folgen nur allzu willig den Darlegungen eines Max Aicher. Welche Interessen aber verfolgen die ‚Grünen‘ und unsere ‚Naturschützer‘? Verfolgen sie womöglich ganz eigene Absichten?

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