Bad Reichenhalls Stadträte und der Umgang mit seinen Bürgern

Leserbrief, Bezug nehmend auf den Artikel: „Tausende von Toten durch Stickoxide“, vom Freitag, 9.3.18.

Jetzt hat man es endlich, schwarz auf weiß, dass Stickoxide die Gesundheit schwer schädigen. Im Artikel 2. des Deutschen Grundgesetzes ist zu lesen:

Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

Das Rathaus ein Verschiebe-Bahnhof

Dieses Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit, wird den Anliegern der B20/21 und den betroffenen Anwohnern des Reichenhaller „Stachus“ sowie den betroffenen Karlsteinern und deren Schulkindern, durch die verantwortungslose Verweigerungshaltung vieler Stadträte zum Bau des Kirchholz-Tunnels abgesprochen.

Lieber rennt man, einschließlich Oberbürgermeister der Idee eines Auentunnels nach, oder will die die bestehende Straßenführung überdeckeln, als dass die, vor der Planungsfestellung stehende Baumaßname „Kirchholz-Tunnel“ energisch verfolgt wird. Es wird falsch informiert, getrickst, nur um mit fadenscheinigen Begründungen seine Überzeugung durchzusetzen, oder sogar um den politischen Gegnern, eins auszuwischen. In der Zwischenzeit können die Lärm-und Abgasgeplagten ruhig krank werden. Es betrifft ja die notorischen Verweigerer nicht.

Kommunale Politiker verlieren ihre Glaubwürdigkeit

Behauptet doch CSU Stadtrat Lung: wenn uns stinkt, wären das postfaktische Tatsachen. SPD Stadtrat Dr. Guglhör, würde bedenkenlos einen großen Teil des Auwaldes an der Saalach vernichten lassen, obwohl er ein vehementer Verteidiger jedes einzelnen Baumes ist. Bis auf eine Ausnahme, scheren sich auch die Grünen nichts um die Gesundheit der betroffenen Bürger. Außer dem wohnt unser Ober-Bürgermeister, ruhig und mit frischer Luft versorgt, am Fuße des Kirchholzes. Warum sollte er sich dann hier so richtig reinhängen? Bei Ihm stinkt es ja nicht! Wie in der Bundespolitik: Weiter so und den Weg des geringsten Widerstandes.

Aber die Landtagswahl steht an und die betroffenen Bürger werden sich mit Sicherheit daran erinnern, wer ihre Interessen vertreten hat. Dementsprechend wird angekreuzt. Könnte ja auch die Landtags-Abgeordnete der CSU, Frau Michaela Kaniber betreffen. Denn die Zufriedenheit der Bürger mit ihren Kommunal-Politikern, überträgt sich bei Wahlen, auch auf die Landesebene.

Verkehrschaos contra Lebensqualität in Bad Reichenhall

Anstatt den Bau des Kirchholz-Tunnels zu verhindern, wäre weitsichtiges Taktieren klüger gewesen. Um den betroffenen Bürgern die Lebensqualität zu sichern, sowie den Wert ihrer Immobilien zu erhalten, hätte man doch in den vergangenen Jahren durch geschicktes Verhandeln mit dem Straßenbauamt, die betroffenen Grundeigentümer, besser stellen können. Etwa den „Kleinreiter-Bauer“ und „Schafferbauer“ durch das Überdeckeln der Straße bis zum Tunnel-Portal. Mit Sicherheit ließen sich auch die Baumaßnamen am „Golling“ noch einmal überplanen.

Wo bleibt hier die Sozialdemokratische und Christsoziale Einstellung der Verweigerungs-Stadträte? Man könnte doch Bad Reichenhall, in“ Bad Verweigerungshall“ umbenennen. Und dann noch die glorreiche Idee, an der „Stickoxid-Straße“ ein Thermenhotel zu bauen. Wer hier Quartier bezieht, wird Bad Reichenhall mit Sicherheit, nicht weiterempfehlen.

Wolfram Jahn sen. / Bad Reichenhall

Lesen Sie auch aktuell: Baumschutz oder Baumnutz in der Saalachau:
https://auentunnel.wordpress.com/2018/03/18/baumschutz-oder-baumnutz-in-der-saalachau/

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