Ministerin Kaniber steht zu ihrem Wort

Sie ist beliebt, was ihre Wahl als Direktkandidatin mit 42,7 Prozent belegt, auch wenn sie 8,5 Prozent weniger erreicht als noch vor fünf Jahren. Das dürfte der geänderten politischen Landschaft geschuldet sein. Michaela Kaniber steht auch zu ihrem Wort, selbst gegenüber dem Verein Reichenhall pro Kirchholztunnel. Spät, aber dennoch, war sie mit dem Vorstand zu einem Gespräch über die belastete Verkehrssituation bereit. Hier natürlich nicht als Ministerin, sondern als Kommunalpolitikerin und Bayerisch Gmainerin, denn es geht ja um Lokalpolitik.

Freilich kam dabei nicht viel Neues heraus, die Lage vor Ort ist seit Jahrzehnten bekannt und hat sich weiter verschlechtert. Kaniber stellte die Notwendigkeit einer Ortsumfahrung für Bad Reichenhall auch gar nicht in Frage, bis zum April wird sich wohl auch das Staatliche Bauamt Traunstein zu den Wünschen des Stadtrates von Bad Reichenhall äußern. Der Ministerin aber ging es um etwas ganz anderes.

„Wir müssen lernen, die Menschen wieder mitzunehmen, sie anzusprechen, sie zu erreichen.“ Und das gestalte sich immer schwieriger. Meinungen, Fakten, FakeNews, Halbwahrheiten und Vorurteile vermengen sich immer mehr zu einer undurchdringlichen Mauer. „Man muss wieder miteinander reden, sich in die Augen sehen“, so die Ministerin. Und das scheint heutzutage oft verloren gegangen zu sein, zu häufig sind die Menschen in ihrer eigenen Welt versunken, oft auch in Interaktion mit dem Smartphone.

Wenn ‚am Ende‘ eine Entscheidung für eine Ortsumfahrung Kirchholztunnel steht, dann müssen wir alle zusammen halten, an einem Strang ziehen und klar kommunizieren, wie wichtig das Projekt für Bad Reichenhall ist, war man sich nach einem offenen Gespräch einig. Vom Verein ‚Reichenhall pro Kirchholztunnel e.V.‘ sprachen Vorsitzender Gerd Spranger und Stadtrat Fritz Grübl mit der Ministerin.

Lesen Sie auch:
https://proreichenhall.wordpress.com/2018/08/07/ein-brief-an-die-ministerin/

PS: Leider scheint es in Bayern wieder einen Wechsel zu geben, einen neuen Minister für Verkehr. Das hat für Ilse Aigner ja gerade mal für das Sessel-Anwärmen gereicht. Wer wird der/die Nächste sein? Zugleich zuständig für Bau und Wohnen, der Verkehr kommt dann noch irgendwie dazu, könnte man meinen.

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