40 Millionen Euro für das Alpenhotel Fuchs in Nonn

Karl Reichinger hat seinen Leserbrief an das Reichenhaller Tagblatt auch unserer Redaktion zukommen lassen. Der Bad Reichenhaller Unternehmer ist ein Förderer des Vereins „Reichenhall pro Kirchholztunnel e.V.“ und für ihn steht fest, dass es keine Alternative zum Kirchholztunnel gibt. „Für uns hier in Nonn ist das die mit Abstand beste Lösung, und es ist ein Trauerspiel, dass eine Stadt wie Bad Reichenhall, mit dem Prädikat gegen Erkrankung der Atemwege, auch nach 50 Jahren nicht in der Lage ist eine echte Ortsumfahrung zu realisieren. 

LESERBRIEF
zum Bericht „40 Millionen Euro an Investitionen“ vom 17. November, insbesondere zum Leserbrief vom 21.11.2018 von Martin Scheuerl

Es ist ja nicht ganz neu, dass in Bad Reichenhall viele große Projekte öffentlicher Kritik ausgesetzt sind. Dabei ist man in bester Gesellschaft, denn etwa auch in Berchtesgaden riss die Kritik im Vorfeld des Neubaus zum Hotel Edelweiß nicht ab. Heute will das 4-Sterne-Superior-Hotel im Herzen von Berchtesgaden mit 129 Komfortzimmern und vier Restaurants keiner mehr missen. Was die Sache in unserer liebenswerten Alpenstadt aber so schlimm macht, ist etwa der Leerstand von 16 Geschäftslokalen in der Innenstadt, und in neue Hotels wurde seit einem viertel Jahrhundert nichts investiert. Bad Reichenhall hat touristisch seit 25 Jahren den Rückwärtsgang eingelegt. Könnte es über die Grenzkontrollen nicht so viele Übernachtungen verbuchen, wären auch die aktuellen Zahlen rückläufig.

Der Anschein boshafter Unterstellungen

Dann habe ich es nach Jahren intensiver Suche und Vorarbeit geschafft, zwei kompetente und potentielle Investoren zu finden, die bereit sind 40.000.000 Euro!, hier in Bad Reichenhall zu investieren und auch langfristig viele Arbeitsplätze schaffen. Und in der Zeitung ist von ´Heidiland‘ und ‚Kleinhäusler-Tourismus‘ zu lesen. Ich muss dazu unterstellen, dass der Schreiber des Leserbriefes es einfach nicht besser weiß, denn sonst grenzt das schon an Boshaftigkeit. Von so einem Investment profitiert die gesamte Region, der Handel, das Handwerk und nahezu jedes Geschäft in Bad Reichenhall.

Eine Revitalisierung des Alpenhotels Fuchs

Unser Archivfoto aus dem Jahr 2009 zeigt ein noch weitgehend intaktes Alptenhotel Fuchs in Bad Reichenhall / Nonn, auch wenn das Umfeld bereits sehr verwildert ist.

Wir sprechen zuallererst von einer Revitalisierung des über 100 Jahre alten Alpenhotel Fuchs und nicht von einem Neubau irgendwo auf grüner Wiese. Einen Investor, der nicht ein Minimum an Rendite aus einem zweistelligen Millionenprojekt mit jährlich laufenden Kosten von zwei Million Euro ziehen möchte, den gibt es nicht, allenfalls im zitierten Heidiland. Es gibt darum gewisse Grundanforderungen, die ganz einfach der Markt, in diesem Falle die Touristen, stellen. Wirtschaftet ein Investor oder Geschäftsmann ohne Gewinnstreben, wird ein Scheitern – und damit eine Hotelruine – zum Programm.

Den Anforderungen des Marktes entsprechen

Beim Alpenhotel Fuchs ist darum ein Mindestmaß an Zimmern nötig, denn mit einem 50-Betten-Hotel kann keine Investition von 40 Millionen erwirtschaftet werden, nicht einmal in 100 Jahren. Einige Chalets, die der Landschaft und Tradition angepasst sind, ergänzen das Konzept – gut zahlende Gäste erwarten es heute. Und sie sind es, die über Erfolg und Misserfolg bestimmen und nicht irgendwelche Ideologien, seien sie grün oder rot. Almhütten zu „Heidihäuschen“ zu machen ist sarkastisch, unsachlich und wertet jede Investition in einen zukunftsfähigen Tourismus auf hohem Niveau ab.

Sollen uns politische Ideologien bestimmen?

Chalets sind gemütliche Ferienoasen mit viel Privatsphäre im eigenem Wellnessparadies. Der Begriff ‚Heidiland‘ zeugt besonders hier von Unkenntnis. Sauna, Pool, Luxus und Gemütlichkeit inklusive versteht sich. Gerne auch wohltuende Spa-Behandlungen und eine touristisches Umfeld, in dem sich sommers wie winters eine fast perfekte Welt und Landschaft erschließt. Ist das zu viel an Luxus? Sind 4- oder 5-Sternehäuser als unmoralisch zu verwerfen? Wollen wir in Bad Reichenhall maximal einen 3-Sterne-Tourismus für gut befinden? Wer entscheidet das? Ein paar Menschen in Nonn, die sich selbst als Naturfreunde bezeichnen und dabei die schönsten Plätze besetzen – aber bitte niemand anderes? Politische Ideologien, die dem Menschen das Menschsein in ihren eigenen Kategorien vorschreiben möchten?

Karl Reichinger,
Bad Reichenhall

 

Werbeanzeigen

Ein Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s