Transitverkehr auf der B21

Auch heute wieder greift das RT die sich ergebenden Probleme mit dem Transitverkehr auf. Wir haben uns auf ‚Spurensuche‘ begeben. Wie sieht die Situation tatsächlich vor Ort aus? Machen Sie sich selbst ein Bild, wir haben die Fotos kommentiert.

Die offizielle Verkehrsführung ist eindeutig. Die Staatsstraße 2101 führt über Karlstein nach Inzell und weiter nach Traunstein. Die B21 leitet den überregionalen Verkehr, auch den Transitverkehr, von Bad Reichenhall aus weiter nach Lofer und Innsbruck.


In Baumgarten führte die alte Straße direkt rechts der Gaststätte am Haus vorbei. Nach der Verlegung der B21 entstand rechts der Wirtschaft noch ein Hotelgebäude. Ein Lärmschutz wurde damals nicht gebaut.

Der neu gebaute ‚Lawinengalerie‘ und die starken Netze gegen den Steinschlag dienen vor allem auch dem Schutz der ansässigen Bevölkerung. Da in Unterjettenberg kein einziges Einzelhandelsgeschäft zu finden ist, ist der kleine Ort von Bad Reichenhall abhängig. Der Ausbau und die Sicherung der Strecke ist also nicht dem Ausbau einer schnelleren Transitroute geschuldet. Die Strecke ist durch die Lawinengalerie um keinen Kilometer kürzer geworden, sondern lediglich sicherer.

In Unterjettenberg selbst hat man schon früh einen kleinen Wall als Lärmschutz neben der Straße errichtet. Die Bebauung dahinter entstand erst in den letzten 20 Jahren und reicht seit wenigen Jahren jetzt ganz an den Lärmschutzwall heran.
Wer ist hier Opfer, und wer ist hier Täter?

Die B21 ist im weiteren Verlauf, nach der Saalachbrücke, auf 70 km/h beschränkt worden. Auch das trägt zu einer Beruhigung und einer Entschärfung der scharfen Kurve bei. Die Gaststätte oberhalb ist seit vielen Jahren verwaist.

In Schneizlreuth, und auch am Ulrichsholz, trifft der ‚Karlstein-Verkerkehr‘ wieder auf die B21. Wo soll und kann hier der Verkehr reduziert werden? Die Transitstrecke führt hier immer schon vorbei, auch als damals
noch deutlich weniger Häuser standen.

Der Ausbau am Bodenberg war dringend nötig. Jeder, der diese Strecke schon einmal befuhr, weiß das. Es ist eine großartige Leistung des Straßenbauamtes Traunstein, was hier in relativ kurzer Zeit geschaffen wurde. Die Einheimischen profitieren stark davon.

Melleck ist heute eine Idylle wie aus dem Bilderbuch. Der Verkehr wurde gänzlich aus dem Ort genommen. Gleiches gilt auch für Unken. Niemand möchte heute noch den Wendelberg-Tunnel missen.

Text & Fotos: Gerd Spranger

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