Die Tunnel-Legende von Bad Reichenhall

Am Wochenende veröffentlichte das Reichenhaller Tagblatt einen Leserbrief bzw. eine Pressemeldung unseres Vereins. Dafür zunächst ‚Herzlichen DANK‘!

Wir wollen unseren Freunden und Lesern aber nicht jene Zeilen vorenthalten, die von der Redaktion gekürzt wurden und nennen es einmal „Die Tunnel-Legende von Bad Reichenhall“.

Zunächst unser Zitat:

„Mit dem lapidaren Satz, dass ein Tunnel den Verkehr bis zum nächsten Engpass führen würde, wischt der fast 95jährige Bruno Rettelbach das jahrzehntelange Ringen um eine Ortsumfahrung Bad Reichenhall quasi vom Tisch.“

Die Begründung über diesen Un-Sinn der Aussage wurde gestrichen.
Wir haben weiter ausgeführt:

„Dabei stellt sich die Frage, wo denn dann ein nächster Engpass zu finden wäre. In Melleck, in Unken, in Lofer und über Waidring hinaus ist die Strecke bestens ausgebaut, übrigens vorwiegend über Tunnel. Allein in Bad Reichenhall staut sich der Verkehr über Kilometer und das an mehreren Tagen in der Woche. Und das hat die Stadt für allem ‚den Grünen‘ und ‚den Roten‘ zu verdanken, eine zweifelhafte Ehre.“

Verkehrs-Entlastung durch die Tunnel

Und tatsächlich ist der Titel einer ‚Tunnel-Legende‘ hier absolut passend. Denn es ist ganz eindeutig, dass die Tunnel in Melleck, Unken, Lofer und auch in Zell am See den Verkehr aus den Ort nehmen, von der offenen Straße in den Berg verlagern. Damit nehmen sie auch die Staus von der Straße. Bruno Rettelbach aber will einen ganz anderen Eindruck vermitteln, der mit den klaren Fakten nichts, absolut gar nichts zu tun hat.

Verlorene Jahre für Bad Reichenhall

Bad Reichenhall wäre längst schon aus dem Zangengriff des Verkehrs – mit allen seinen negativen Auswirkungen für die jetzige Umgehungsstraße, die Innenstadt, Karlstein und dem Leopoldstal – befreit, wenn mit solchen unsinnigen Scheinargumenten nicht seit Jahrzehnten Stimmung gegen das Projekt gemacht würde. Und damit sind wir beim zweiten Teil unserer Aussage, nämlich dass ‚Grün & Rot‘ für diese Misere – auf Kosten der Gesundheit von tausenden von betroffenen Bürgern – die Verantwortung tragen. Aber nicht nur sie allein. Mehrheitlich hat auch die CSU einer Prüfung der jüngsten Pläne des Max Aichers für einen Auentunnel die nötige Mehrheit im Stadtrat verschafft. ‚Standfest‘ mit Blick auf die aktuelle Lage und die Fakten ist allein die FWG geblieben. So blicken wir auf drei verlorene Jahre in Bad Reichenhall zurück – auf drei Jahre die weiter auf Kosten der Gesundheit der Bürger gehen.

Hier der Leserbrief im Original – auch mit der Schlusspointe, die ebenfalls nicht veröffentlicht wurde:

Pressemitteilung/ Leserbrief

Zum Artikel – Lackner: „Simon ärgert sich über den Falschen“ vom 20. Februar 2019
und zum Artikel: „Fast 95 Jahre und kein bisschen leise“ vom 27. Februar 2019

Das Reichenhaller Tagblatt und der Kirchholztunnel

Es häufen sich die Berichte im Reichenhaller Tagblatt zur Verkehrssituation in und um Bad Reichenhall. Ob die Verkehrsinitiative Karlstein, der Protest aus Schneizlreuth oder selbst jüngst in dem Artikel über den langjährigen Stadtrat Bruno Rettelbach. Mit dem lapidaren Satz, dass ein Tunnel den Verkehr bis zum nächsten Engpass führen würde, wischt der fast 95jährige das jahrzehntelange Ringen um eine Ortsumfahrung Bad Reichenhall quasi vom Tisch. Dabei stellt sich die Frage, wo denn dann ein nächster Engpass zu finden wäre. In Melleck, in Unken, in Lofer und über Waidring hinaus ist die Strecke bestens ausgebaut, übrigens vorwiegend über Tunnel. Allein in Bad Reichenhall staut sich der Verkehr über Kilometer und das an mehreren Tagen in der Woche. Und das hat die Stadt für allem ‚den Grünen‘ und ‚den Roten‘ zu verdanken, eine zweifelhafte Ehre.

Aber auch die Redaktion des Reichenhaller Tagblatt benutzt gerne den Konjunktiv, wenn es Stimmen gibt, die sich für den Kirchholztunnel einsetzen. Zuletzt in einem Zitat von Stadtrat Fritz Grübl. Man untergräbt das wörtliche Zitat (in Anführungszeichen) mit dem Konjunktiv: „Mit dem Kirchholztunnel gäbe es keinen Transitverkehr über den Thumsee“. Wie aber kommt der Stadtrat zu dieser Behauptung? Wie den offiziellen Plänen vom Staatlichen Bauamt Traunstein zur Ortsumfahrung eindeutig zu entnehmen ist, mündet der Transitverkehr vom Gablerknoten kommend erst wieder nach dem Festplatz auf die bestehende B21 in Richtung Schneizlreuth. Wollte ein LKW nun über Karlstein fahren, müsste er hier wenden, etwa 700 Meter zurück fahren und über den Salinenkreisel dann über Karlstein-Thumsee nach Schneizlreuth fahren. Dies aber ist so gut wie ausgeschlossen. Die Behauptung von Fritz Grübl: „Mit dem Kirchholztunnel gibt es keinen Transitverkehr mehr über den Thumsee“ ist also völlig zur Recht erhoben und ihr ‚Wahrheitsgehalt‘ einfach und schnell zu recherchieren. Und nochmal zum Konjunktiv: Käme nach 50 Jahren endlich die Ortsumfahrung Kirchholztunnel, und würde der Stadtrat dabei das Wohl der Stadt Bad Reichenhall im Sinn haben, würde es das Problem Transitverkehr am Thumsee nicht mehr geben.

Verein
„Reichenhall pro Kirchholztunnel e.V.“
Der Vorstand: Gerd Spranger & Josef Voglreiter – alle Bad Reichenhall.

 

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