Landesgartenschau, Auentunnel und ein Eisstadion

Das Mitglied unseres Vereins „Reichenhall pro Kirchholztunnel e.V“ hat sich mit einem Leserbrief an die Redaktion des Reichenhaller Tagblattes gewandt. Er nimmt Bezug zu neuen Plänen des Unternehmers Max Aicher, der sich aktuell für den Bau eines Eisstadions einsetzt:
Leserbrief zum Artikel „Eissstadion mit 10.000 Plätzen“
vom 16.März 2019:
Jetzt soll es also ein Eisstadion sein, eine zweite Max-Aicher-Arena. Zuerst war es die Landesgartenschau, dann der großzügige Ausbau der Bundesstraßen B20 und B21 durch den Auwald. Herr Aicher hat es sich wohl in den Kopf gesetzt hier in Bad Reichenhall endlich ein Großprojekt zu bauen und möchte sich ein Denkmal setzten. Tief blicken lässt ja der Hinweis, dass mit dem Bau eines Auentunnels „darüber genug Fläche freiwerde“.
Nur wenige Kilometer weiter steht die Max Aicher Arena in Inzell mit einer Kapazität für 6000 Zuschauer und gebaut für den internationalen Eisschnellauf.
Genug Fläche für das Max-Aicher-Großprojekt. Das kann ein Herr Aicher aber nur jenen erzählen, die sich gar nicht auskennen. Denn das Konstrukt, der sogenannte Auentunnel, würde zwei bis drei Meter aus dem Boden ragen. Mit entsprechenden Erdaufschüttungen soll das Ganze dann kaschiert werden. Wo also ist hier viel Fläche? Die Auswahl von „viel Fläche“ ist nicht sehr groß.
Gemeint kann ja nur die Wiese gegenüber der Therme sein und in ihrer Erweiterung noch die Kurgärtnerei, der Bolzplatz, Skaterplatz, Kinderspielplatz und der Wohnwagen-Stellplatz. Auf solche „Örtlichkeiten“ nimmt Max Aicher dann bei so einem Großprojekt keine Rücksicht.
Als weitere Fläche käme das Sägewerk Fritzer in Frage, auch wenn die Eigentümer Familie Schäfer einen Verkauf oder auch nur die Abtretung von Teilflächen ganz entschieden ablehnt. Warum sich aber mit solchen Kleinigkeiten aufhalten?
Ja, es bliebe dann noch der klägliche Rest an Auwald, den man ja dann auch gleich ganz abroden kann. Bäume zählen sollen andere und irgendwo in Niederbayern finden sich sicher Ausgleichsflächen. Das ist ja die ganze Logik der jetzigen radikalen Abholzung.
Tja tatsächlich, würde ein Auentunnel gebaut, hätte man wirklich jede Menge Fläche zur Verfügung, selbst für ein Großstadion nebst entsprechenden Parkplätzen und direkter Zufahrt von der neuen vierspurig ausgebauten Autobahn durch Bad Reichenhall – wenn es nach den Vorstellungen eines Herrn Max Aicher ginge.
Eine Olympiade wurde beim Bürgerentscheid ganz klar abgelehnt. Jetzt soll eine
Jugendolympiade kommen. Was dann mit so einer Max-Aicher-Arena passieren soll wenn die großen Spiele vorüber sind, darum soll sich dann wohl die Stadt Bad Reichenhall selbst kümmern – sprich der Bürger für die Kosten aufkommen und das über Jahrzehnte hinweg.
Dieter Unterbuchberger/ Bad Reichenhall

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