Kirchholztunnel: wenn die Masken fallen

Tägliche Staus auf der B20 / B21 in Bad Reichenhall mit einem hohen LKW-Anteil.

In der Stadtratssitzung am 09. April sind in Bad Reichenhall bei der Abstimmung zur Ortsumfahrung Kirchholztunnel und Stadtbergtunnel die Masken gefallen. Die Verweigerer bleiben bei ihrem harten Kurs, auch wenn es mit 19 : 6 Stimmen ein klares Pro Kirchholztunnel gab. Dem voraus geht eine mehrjährige Geschichte, die Stoff für einen Heimatkrimi bietet.

Im Oktober 2017 stimmte der Stadtrat mit einer knappen Mehrheit von 13:11 Stimmen für die Untersuchung eines so genannten Auentunnels (siehe Bericht). Es sollte eine Alternative zum bereits genehmigten Kirchholztunnel darstellen. Starke Befürworter waren SPD, Grüne und die Bürgerliste. Am Ende – und ein ganzes Jahr später – am 11. September 2018 (siehe Bericht) war es dann nicht allein der so genannte Auentunnel, sondern gleich vier Vorschläge, die der Stadtrat mit der Bitte einer Prüfung an die Experten, nämlich an das Staatliche Bauamt in Traunstein weitergab.

Es müssen hohe Anforderungen erfüllt werden

Wieder ein halbes Jahr später präsentierten dann die Experten sehr ausführlich in einem über zweistündigen Vortrag mit viel Hintergrundinformation das Ergebnis. Die von der Stadt gemachten Alternativen halten einer näheren Prüfung und Genehmigung nicht stand, so das Fazit (siehe Link). Die hohen Anforderungen erfüllt allein eine Ortsumfahrung über den Kirchholztunnel und Stadtbergtunnel.

Verweigern sich SPD, Grüne und die Bürgerliste weiter?

Was nun? Nachdem SPD, Grüne und die Bürgerliste –  in ihrer völligen Verweigerung eine leistungsfähigen Ortsumfahrung – über Jahrzehnte alles blockiert haben, waren sie 2017 ja endlich bereit, eine Alternative vorzuschlagen. Werden Sie sich dem ausführlich und sehr begründeten Urteil der Fachbehörde beugen? Auch das Bundesverkehrsministerium, der Freistaat Bayern und der Landkreis sehen hier die einzige Lösung für das enorme Verkehrsproblem in Bad Reichenhall, an der Nahtstelle zwischen Berchtesgaden, Salzburg und dem Pinzgau.

Ideologie vor der Realität?

Nein, sie lassen ihre Maske fallen und lehnen die einzige machbare Lösung ab. Der Verkehr soll im Tal bleiben, auf der Umgehungsstraße ebenso wie in der Innenstadt. Sie verweigern sich selbst eine Entlastung vom starken und lauten LKW-Verkehr anzuerkennen. Sie verweigern sich den ausführlichen und sachlichen Begründungen des Staatlichen Bauamtes in Traunstein. Sie verweigern sich der Stadt Bad Reichenhall ihren Bürgern und Gästen, die täglich unter diesem Verkehrs-Wahnsinn leiden und mit ihrer Gesundheit bezahlen. Sie setzen die Zukunft des Prädikats einer Kurstadt aufs Spiel, ebenso wie die Entwicklung der lebenswerten Alpenstadt. Das Einzige was ihnen einfällt ist ein Lärmschutz – und der soll es dann richten. Der Verkehr aber bleibt – unter allen Umständen – wenn es nach SPD, Grüne und die Bürgerliste in Bad Reichenhall geht.

Wir werden uns die einzelnen Redebeiträge dieser Verweigerer in den nächsten Tagen und Wochen genauer ansehen – bleiben Sie dran!

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