Kleine Vorgeschichte zum Kirchholztunnel

Mit Staus auf der B20 / B21 in Bad Reichenhall müssen die Bürger täglich leben. Auch mit dem wachsenden Verkehrsdruck der Innenstadt. Es gbit für die stark belastete Transitstrecke keine Alternative, keine Umfahrungen.

Genau genommen heißt es „Vorgeschichte der Ortsumfahrung Bad Reichenhall“, doch die Grundlage der Planungen – auch der Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan 2030 und Jahrzehnte früher – war die Umfahrung über einen zu bauenden Kirchholztunnel und Stadtbergtunnel

– aus der Vorgeschichte –

1970 fand die Ortsumfahrung Bad Reichenhall Eingang in den Bundesverkehrswegeplan (BVWP).
Bis 1994 sogar dreimal in den sogenannten ‚Vordringlichen Bedarf‘.
Aktuell steht die Ortsumfahrung mit Kirchholz- und Stadtbergtunnel seit 2016 erneut im ‚Vordringlichen Bedarf‘. Grundlage dafür war eine vom Staatlichen Bauamt Traunstein beantragte Neubewertung des Projekts im Zuge der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans 2030.

Quorum scheitert 2013 mangels Masse

Damit war die Ortsumfahrung Kirchholztunnel und Stadtbergtunnel wieder im Gespräch und rief Befürworter wie auch Gegner auf den Plan. Ein am nötigen Quorum gescheiterter Bürgerentscheid brachte die Gemengelage an Meinungen in Bad Reichenhall im Jahr 2013 deutlich zum Ausdruck. Bis auf 17 Stimmen lagen Gegner und Befürworter damals gleichauf.

Der damalige Leiter des Staatlichen Bauamtes in Traunstein kommentierte das nicht erreichte Quorum mit den Worten, dass der Leidensdruck in Bad Reichenhall noch nicht groß genug sei. Tatsächlich nehmen seit dieser Zeit aufgrund der überregionalen Verkehrsbeziehungen in Bad Reichenhall (Salzburg, Pinzgau, Tirol) die Staus und Fahrbewegungen zu. Auch verschärften die Grenzkontrollen an der Autobahn die Situation.

Alternative Auentunnel?

Kaum aber nahm der Kirchholztunnel und Stadtbergtunnel als Ortsumfahrung für Bad Reichenhall im Deutschen Bundestag im Dezember 2016 seine letzte Hürde im BVWP, tauchten in Bad Reichenhall Pläne als gewünschte Alternativen zur geplanten Trasse auf. Im Stadtrat drängte man mehrheitlich auf eine Untersuchung. Im März dieses Jahres stellte das Staatliche Bauamt dann fest, dass die gewünschten Alternativen rechtlich und teils auch technisch nicht umsetzbar sind.

Stadtrat entscheidet sich 2019 für die weitere Planung.

Der Stadtrat von Bad Reichenhall sprach sich darum im April 2019 für eine Fortführung der Planung der Ortsumfahrung Bad Reichenhall mit Kirchholz- und Stadtbergtunnel aus, insbesondere für eine Verbesserung der Knoten Nord (Gabler) und Mitte (Golling). Die Stadt hat eine Grundsatzentscheidung für den Kirchholztunnel getroffen. Wörtlich heißt es und ist von Jedermann (Sitzungsergebnis der Stadtratssitzung vom 9. April) nachzulesen:

„Die Stadt Bad Reichenhall bat das Staatliche Bauamt Traunstein, die Planungen für den Kirchholz- und Stadtbergtunnel unverzüglich wieder aufzunehmen. Alle möglichen Optimierungsmaßnahmen, insbesondere hinsichtlich des Landschafts- und Naturverbrauchs müssen umgesetzt werden.“

Wir haben nachgefragt, wie der aktuelle Stand ist und waren zum Gespräch bei Behördenleiter Christian Rehm und der Abteilungsleiterin für Straßenplanung, Bernadette Wallner, im Staatlichen Bauamt Traunstein.

 

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